Varianten Mietgarantie

Je nach Vertrag können wir als Verwalter für Ihr Sondereigentum folgende Arbeiten übernehmen:

Mietverwaltung
Der Verwalter überwacht die Zahlungsverpflichtungen des Mieters, die Miete und ggf. Vorauszahlungen. Der Verwalter mahnt den Mieter, wenn dieser im Rückstand ist und leitet ggf. gerichtliche Schritte ein.
Die Verwaltung des Mieters entspricht der Verwaltung eines normalen Miethauses, einschließlich der Betriebskostenabrechnung und der Heizkostenabrechnung. Es wird jährlich eine SEV-Abrechnung erstellt.

Mietgutschrift. Die eingenommene Miete wird nach verschiedenen Vertragsbedingungen ermittelt und dem SEV-Vertrag gutgeschrieben.

Verwaltervergütung. Der Betrag für die Verwaltungstätigkeit wird belastet.

WEG. Der Verwalter zahlt das Hausgeld und andere Verbindlichkeiten an die WEG aus den Mieteinnahmen. Andere Verbindlichkeiten sind z.B. eine Nachbelastung aus der Jahresabrechnung oder eine Sonderumlage.

Instandhaltung. Der Verwalter beauftragt Handwerker mit notwendigen Reparaturen für die Einheit und bezahlt die Rechnungen. Für größere Reparaturen kann eine Rücklage je Einheit gebildet werden. Zur Unterscheidung zur Instandhaltungsrücklage in der WEG wird diese Rücklage Sonderrücklage genannt.

Führen eines Sammelbankkontos. Üblicherweise wird pro SEV-Objekt ein Sammelbankkonto geführt, über das sowohl die Zahlungen der Mieter als auch die Zahlungen im Zusammenhang der SEV-Verträge laufen (analog zu einer Mietverwaltung). Verwaltung eines Sonderbankkontos für jeden Eigentümer (wahlweise). Über dieses Bankkonto laufen alle Zahlungseingänge und Ausgänge betreffs eines Eigentümers.

Eine Variante der Mietgutschrift wird eingesetzt bei der gewerblichen Zwischenvermietung.
Hierbei wird eine fest vereinbarte Garantiemiete gutgeschrieben. Diese Miete ergibt sich aus einem Faktor, der mit der Fläche der Einheit multipliziert ist, oder kann über die Verarbeitungsart Festbetrag bearbeitet werden. Bei der gewerblichen Zwischenvermietung werden Mehrerlöse, die aus einer über der Garantiemiete liegenden Miete erzielt werden, nicht an den Eigentümer weitergegeben.

Die Mindestmietgarantie bildet eine weitere Variante der Mietgutschrift. Der Käufer einer Eigentumswohnung erhält von dem Unternehmen, welches das Eigentumsobjekt erstellt oder aufgeteilt hat, für eine bestimmte Zeit, z.B. 5 oder 10 Jahre, eine Mietgarantie.
Das Unternehmen ist damit der Mietgarantiegeber. Mit der Mietgarantie wird dem Käufer ein bestimmter Mietertrag für die Einheit für eine bestimmte Zeit garantiert. Kann die Einheit nicht vermietet oder nur zu einer geringeren Miete vermietet werden, zahlt der Mietgarantiegeber monatlich die Differenz. Mieteinnahmen, die über der Mindestmietgarantie liegen, fließen dem Eigentümer zu. Sie werden auf dem SEV-Konto zusätzlich zur garantierten Miete auf ein besonderes Unterkonto als Mietzuschuss gebucht. Der Verwalter fordert im Anschluss die Differenz zwischen tatsächlich erzielter Miete und der garantierten Mindestmiete vom Mietgarantiegeber ein.

Sondereigentumsverwaltung ohne WEG-Verwaltung
Es kann vorkommen, dass der Verwalter der Sondereigentumsverwaltung nicht der Verwalter der WEG ist. In diesem Fall kann ein gesondertes WEG-Objekt auch nur in den Bereichen Miet- und SEV-Verwaltung von uns bearbeitet werden.